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Verschwundene Systempartition bei Restore eines LW-Images

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Ich kämpfe seit Tagen damit, ein mit Acronis 2017 erzeugtes Laufwerks-Image auf eine SSD zurück zu sichern.

Auslöser für das Restore war, dass sich der PC nicht mehr einschalten lies. Ich habe dann alles zerlegt, Netzteil gewechselt, BIOS-Batterie erneuert (war leer) und musste sogar noch die CPU tauschen, bis der PC dann endlich wieder lief. Windows bootete einwandfrei. Interessanterweise lief er auch noch, als ich die alte CPU wieder einbaute. Nachdem ich dann einen Neustart machte, bekam ich die Meldung, dass kein Betriebssystem vorhanden ist.

Nach dem Batteriewechsel habe ich die ursprünglichen Einstellungen im BIOS wiederhergestellt (AHCI on, kein UEFI).

System:
ASRock Z77 Pro3, i7 3770, 2x4 GB RAM, Windows 10 Prof. v1803, Acronis 2017, SSD 480 GB (Systemlaufwerk C), Festplatte 3 GB (hier sind die Backups drauf). 2 weitere SSDs sind derzeit abgeklemmt.

Außer dem Netzteil hat sich an der HW nichts geändert. Die Wiederherstellung erfolgt auf dieselbe SSD von der das Backup erzeugt wurde.

Problem:
Das Rücklesen von Partition C einschließlich „MBR und Track 0“ erzeugt zwar eine Partition C:, aber die Systempartition davor fehlt. In Folge dessen ist der PC nicht bootfähig. Es kommt die Fehlermeldung, dass kein Betriebssystem vorhanden ist.

Was ich probiert habe:

  • Acronis immer von einem bootfähigem USB-Stick gestartet (versucht mit ATI 2017 u. 2018)
  • SSD mit Drivecleanser gelöscht (erfolgreich)
  • SSD mit Laufwerk hinzufügen als MBR-Laufwerk initialisiert (erfolgreich)
  • Verschiedene Backupversionen probiert (keine Unterschiede in den Symptomen)
  • Backup validiert (erfolgreich)
  • Windows 10 neu installiert (bootet und läuft). Dann nur Partition C aus dem Backup zurück gespielt (MBR und Track 0 nicht ausgewählt). Danach war die Systempartition wieder verschwunden und das System natürlich nicht bootfähig.
  • Windows neu installiert (läuft). Danach alle Ordner aus C aus dem Backup in die vorhandene C-Partition überschrieben. Der PC bootete dann zwar, das weiße Windows Fenster erschien, aber dann kam ein schwarzer Bildschirm und es passierte nichts mehr. Ist eine nicht ganz saubere Methode, aber ich wollte es zumindest probiert haben.
  • Bei Bootversuchen immer darauf geachtet, dass die SSD als erstes (und einziges) Bootlaufwerk eingestellt ist. Jedoch ist das wesentliche Problem die fehlende Systempartition.

Frage:
Was läuft hier falsch? Was kann ich noch tun, um mein bootfähiges Laufwerksbackup wiederherzustellen? Solche Probleme habe ich in den vielen Jahren, in denen ich Acronis nutze, noch nie gehabt. Warum verschwindet eine vorhandene Systempartition, wenn ich nur Partition C restore?

 

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Hast du nach der Neuinstallierung von Windows 10 wirklich nur die Datenpartition zurück gespielt. (Über Volume Wiederherstellen) und dann als Ziel auch die 'Windows 10 Partition' ausgewählt und nicht die 'Systempartition'?

So wie im Bild dargestellt sollte das aussehen. Danach kann die Systempartition eigentlich nicht weg sein.

MfG 

 

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Ich würde Windows10 noch  einmal neu installieren. Nach dem Windows10 einmal erfolgreich gestartet ist ATI 2017 installieren und das Laufwerksbackup mit ATI 2017 eventuell validieren (damit sichergestellt ist, das das Backup in Ordnung ist und in der Backupliste erscheint.

Wenn die Festplatte mit den Backups schon angeschlossen ist, sollten die Backups nach installieren von ATI 2017 schon in der Backupliste unter "Andere" gelistet sein.

 

 

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Vielen Dank für die ausführliche Anleitung. Habe ich so ausgeführt:

1. Windows 10 neu installiert auf der Ziel SSD

2. ATI 2017 installiert

3. Backups wurden gleich auf der Festplatte erkannt und in der Liste angezeigt. Sicherheitshalber mein Backup validiert -> ok. Habe festgestellt, das in meinem Backup keine Systempartition ist. Merkwürdig. Ok, aber C würde ja reichen.

4. Bei der Auswahl der Zielpartition scheitert es dann. Diese ist ausgegraut und nicht anwählbar. S. Anhang.

 

 

 

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Ich denke, das auf "Volumes" geklickt werden muss.

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Das ist ja der Hammer. Ich habe nicht geahnt, dass diese Buttons zum Anklicken sind, sondern dachte, die zeigen an, welchen Typ man unten ausgewählt hat. Super, so kann ich zumindest die Partitionen nun auswählen.

Nun das nächste Kuriosum: er zeigt mir an, dass auf dem Ziellaufwerk nicht genug Speicherplatz vorhanden ist. Partition C: hat aber nur 63 GB. Die sollten da locker drauf passen. Wie kriege ich die 63 GB jetzt zurück gespielt? Der Button "Recovery jetzt" reagiert nicht.

Merkwürdigerweise ist die Gesamtgröße der SSD tatsächlich etwas kleiner als zu der Zeit, als ich das Backup gemacht habe. Kann ich mir nicht erklären, aber es ist ja nur ein Bruchteil mit Daten belegt. Oder muss ich mir jetzt eine größere SSD kaufen?

 

 

 

 

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Ist in den "Recovery-Optionen" bei "Recovery-Modus" "Sektor für Sektor wiederherstellen" angehakt? (Falls möglich den Haken entfernen)

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Nein, das war definitiv nicht angehakt.

Ich konnte mit Umwegen die Wiederherstellung nun erfolgreich vollziehen. Folgende Schritte habe ich durchgeführt:

1. Ein Backup der neu mit Win10 installierten SSD durchgeführt

2. Das Backup auf eine 1 TB HDD (hatte ich noch im Schrank liegen) wiederhergestellt

3. Partition C: aus meinem gewünschten Arbeitsbackup auf die HDD wiederhergestellt. Getestet ob sie mit meiner ursprünglichen Installation bootet: und das tat sie (wenn auch zäh und langsam da eben nur ne alte HDD). Da die HDD 1 TB hat, blieb die andere Hälfte des Speicherplatzes unallocated.

4. Nun dachte ich, ich Clone jetzt die HDD einfach auf die SSD und erledigt. Aber so einfach wollte es mir Acronis nicht machen. Aufgrund des unzureichenden Speicherplatzes des Ziellaufwerkes, also der SSD (es fehlten 500 MB), wurde das Clonen verweigert.
-> als Workarround habe ich EASUSPartitionMaker installiert und die C-Partition auf der HDD um 600MB verkleinert.

4. Danach konnte ich die HDD auf die SSD clonen und nun läuft wieder alles ;)

So etwas habe ich noch nicht erlebt, hier ging aber auch alles schief, was nur schief gehen konnte. Das hat mich heute noch mal 5 Stunden gekostet. Aber nun bin ich froh, dass die Kiste wieder läuft und ich nicht alles neu installieren muss.

G. Uphoff, ich bedanke mich nochmals für die engagierte Unterstützung!